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GEWERKSCHAFT GEGEN AUTOKONZERN

IG-Metall: Hyundai greift Betriebsräte an

Die mächtige IG Metall wirft dem koreanischen Autokonzern Hyundai vor, Betriebsräte zu unterdrücken. Jetzt eskaliert der Streit: Sogar eine Klage vor der Industrieländerorganisation OECD droht.

von Christoph Ruhkamp

Hyundai-Chairman Chung Mong-Koo ist so etwas wie der Ferdinand Piëch von Korea. Der eine führt Volkswagen, der andere hat im Autokonzern Hyundai das Sagen. Beide Männer sind 75 Jahre alt, gelten als Autonarren und sind Sohn beziehungsweise Enkel der Unternehmensgründer.

Und beide herrschen in ihren riesigen Konzernen nahezu uneingeschränkt. Von Chung Mong-Koo wird eine Anekdote berichtet: Einmal soll der Alte in ein Kino in Koreas Hauptstadt Seoul nach Beginn der Vorstellung gekommen sein. Auf sein Geheiß wurde der Film angehalten und neu gestartet. Natürlich ist das nur eine Geschichte. Aber sie illustriert, wie weitgehend der Machtanspruch des Chung Mong-Koo ist. Um so mehr muss er sich geärgert haben, als er vor einiger Zeit einen Brief des IG-Metall-Vorsitzenden Berthold Huber erhielt.

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