Solidarität mit Helmut Schmitt!

Im Jahr 2007 sollte die damalige Freudenberg Bausysteme KG (heute: nora systems GmbH) an einen Konkurrenten verkauft werden. Dies hätte unweigerlich Arbeitsplätze gekostet. Mit massiven Protesten und Torblockaden gelang es der Belegschaft, dies zu verhindern.

Seit 2008 sind deshalb die Finanzinvestoren Capiton und L-EA Eigentümer von nora systems. Vor kurzem wurde offiziell verkündet, dass nora systems noch in diesem Jahr wieder verkauft werden soll.

Ist es ein Zufall, dass am 02. Juli 2012 die Geschäftsleitung dem Betriebsratsmitglied Helmut Schmitt fristlos gekündigt hat? Und welche Rolle spielt hierbei die Betriebsratsmehrheit? Sie hat am 29. Juni 2012 Helmut aus dem Betriebsrat ausgeschlossen. Am 02. Juli hat sie dann seiner Kündigung ausdrücklich zugestimmt.

Dadurch soll Helmut kaltgestellt werden. Er ist das Betriebsratsmitglied, das die größte Unterstützung in der Belegschaft hat. Helmut hat im Widerstand von 2007 eine entscheidende Rolle gespielt. 2012 will die Geschäftsleitung dies gemeinsam mit der Betriebsratsmehrheit um jeden Preis verhindern.

Die Machenschaften von Geschäftsleitung und Betriebsratsmehrheit gegen Helmut lassen Schlimmes für die Belegschaft befürchten. Sind beim geplanten Verkauf Arbeitsplatzabbau und Lohnkürzungen für die Belegschaft bereits einkalkuliert? Fürchten die Herrschaften, dass sich dagegen erneut berechtigter Widerstand der KollegInnen entwickelt?

Die „Begründungen“ für das Mobbing gegen Helmut sind rechtlich nicht haltbar. Geschäftsleitung und Betriebsratsmehrheit müssen damit rechnen, dass sowohl Kündigung als auch Ausschluss aus dem Betriebsrat vom Arbeitsgericht kassiert werden. Trotzdem wird das Ganze durchgezogen, koste es, was es wolle.

Da kommt zwangsläufig ein Verdacht auf. Die Investoren wollen die Kündigung von Helmut nutzen, um zwischenzeitlich den Verkauf ungestört auf dem Rücken der Belegschaft durchführen zu können. Die Belegschaft von nora systems ist gut beraten, sich dagegen erneut entschlossen zur Wehr zu setzen!

Von Geschäftsleitung und Betriebsratsmehrheit fordern wir die Rücknahme des Ausschlussverfahrens und der fristlosen Kündigung von Helmut!

Verraten und verkauft? Nicht mit uns!

Komitee „Solidarität mit Helmut Schmitt!“
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