gegen Betriebsrats-Bashing bei BUREAU VERITAS

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

iIhr kennt das vielleicht aus eigener Erfahrung oder habt von Fällen gehört, bei denen ein Arbeitgeber gegen einzelne GewerkschafterInnen oder Betriebsräte als Gremium vorgeht und sie massiv bedroht, einschüchtert oder bedrängt. Ziel ist immer anhand einer einzelnen Person zu zeigen, was den anderen passieren könnte, wenn sie sich nicht angepasst verhalten.

Wir haben nun einen Fall von enormer Tragweite, weil ein renommierter Arbeitgeber, die TÜV-verwandte Bureau Veritas, ein Amtsenthebungsverfahren gegen eine aktive Betriebsrätin betreibt. Sie heißt Peggy Prescher und ist stellvertretende Gesamtbetriebsratsvorsitzende  bei Bureau Veritas.

Wir bitten Euch darum heute:

  1. beigefügte Unterschriftenliste zu unterschreiben und in Deinem Wirkungskreis zu verbreiten.
  2. als Betriebsräte direkt Solidaritätsbotschaften an Peggy zu mailen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Wenn Ihr aus Hamburg kommt, nehmt gern an dem Prozess als ZuschauerIn teil:
 
Wann:
Donnerstag, 7. April 2016
10:00 Uhr, 2. Stock, Saal 206

Wo:
Arbeitsgericht Hamburg
Osterbekstraße 96
22083 Hamburg

Vielen Dank für Eure Unterstützung!

Peter Bremme
Fachbereich Besondere Dienstleistungen
ver.di-Landesbezirk Hamburg
Besenbinderhof 60
20097 Hamburg
Tel.: +49 (0) 040/28 58-4131
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

pdfFlugblatt mit Unterschriftenliste zum Download

Komitee "Solidarität gegen BR-Mobbing!"
Speyerer Str. 14
68163 Mannheim

UPS Hannover
Personalabteilung
z. Hd. Herrn Petelkau
Rehkamp 15
30853 Langenhagen

16.03.2016

Sehr geehrter Herr Petelkau,
wie wir gehört haben, müssen sich bei UPS-Langenhagen Mitarbeiter mit Behinderung per Arbeitsgerichtsbeschluss ihr gesetzlich zuerkanntes Recht auf einen leidensgerechten Arbeitsplatz einklagen. Das wirft ein bezeichnendes Bild auf den „Dienstleister“ UPS und auf seinen Umgang mit Mitarbeitern.

Schon seit längerer Zeit wird in der Öffentlichkeit über den Umgang von UPS mit gewerkschaftlich engagierten Beschäftigten diskutiert, das gilt besonders für UPS-Langenhagen.

Praktiken wie Abmahnungen bis hin zur Kündigung, um kritische Mitarbeiter zu maßregeln bzw. sie zu demoralisieren und fertigzumachen, dürfen nicht geduldet werden.

Sie als Leiter der Personalabteilung tragen hier eine besondere Verantwortung, solche Missstände zu verhindern. Insofern entscheiden Sie auch mit darüber, ob UPS weiterhin mit den für das Unternehmen sicher nicht erfreulichen Schlagzeilen in den Medien bleibt.

Solange solche Missstände andauern, werden auch wir mit dazu beitragen, dass diese öffentlich bekannt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Alles
(für das Komitee "Solidarität gegen BR-Mobbing!")

Ich wünsche eurer Konferenz gegen Betriebsräte-Mobbing viel Erfolg. Es wird nach meinen Erfahrungen immer dringender, ein koordiniertes Vorgehen gegen die massiven und häufig kriminellen Arbeitgeberangriffe auf Betriebsräte zu organisieren. Dass eine bestimmte Sorte von (Un-) Rechtsanwälten systematisch dabei helfen, betriebsverfassungsrechtliche Schutzbestimmungen auszuhebeln, zeigt nicht nur die massive Gefährdung für gewählte Interessenvertreter, sondern auch die Notwendigkeit einer klaren und unmissverständlichen gewerkschaftlichen Gegenwehr.

Ich hoffe sehr, dass diese um sich greifenden Kampfmethoden der Arbeitgeber in absehbarer Zeit von allen Gewerkschaften, aber auch von der Öffentlichkeit thematisiert, skandalisiert und gestoppt werden.

Mit solidarischen Grüßen
euer Günter Wallraff"

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