Solidaritaet Freudenberg BR

Keine Zustimmung des Arbeitsgerichts Mannheim zur fristlosen Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden von Freudenberg & Co – Teilerfolg im Kampf gegen BR-Mobbing

Am 22. Juli  2020 hat das Arbeitsgericht Mannheim die von Freudenberg beantragte Zustimmung zur fristlosen Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden von Freudenberg & Co., Wolfgang Schmid, abgelehnt.

Damit ist die Absicht des Konzerns zunächst gescheitert, den Betriebsrat zu schwächen.

Das gewerkschaftsfeindliche Verhalten der Unternehmensleitung von Freudenberg darf nicht hingenommen werden. Wir werden auch in Zukunft zur Solidarität mit gemobbten Betriebsratsmitgliedern aufrufen.

Komitee „Solidarität gegen Betriebsrats-Mobbing!“, Mannheim, 22. 7. 2020

Der Konzern Saint Gobain will das Mannheimer Glaswerk schließen.

Plakat zur Kundgebung

Am Donnerstag, 23. 7. 2020, 17:00 Uhr findet deshalb eine Kundgebung gegen die Schließung vor dem Werkstor statt: 

Saint-Gobain Glass Deutschland GmbH
Spiegelstr. 1
68305 Mannheim - Luzenberg

Um Solidarität wird gebeten.

Hier weitere Informationen:

Bitte beachtet die erforderlichen Gesundheitsschutzmaßnahmen (Schutzmasken, Abstand halten ...)!

Leitet dieses Info bitte über Eure betrieblichen, gewerkschaftlichen oder sonstigen Verteiler weiter!

In der Hoffnung auf Eure Teilnahme und mit solidarischen Grüßen

Wolfgang Alles (für das Überbetriebliche Solidaritätskomitee Rhein-Neckar)
Miriam Walkowiak (DGB Regionsgeschäftsstelle Mannheim)

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solidaritaet-rhein-neckar.de/

 

Konzern will Betriebsratsvorsitzenden fristlos kündigen

Rund 70 KollegInnen solidarisierten sich am 15. 1. 2020 im Arbeitsgericht Mannheim mit dem Betriebsratsvorsitzenden von Freudenberg & Co., Wolfgang Schmid. Gekommen waren vor allem Beschäftigte von Freudenberg-Betrieben aus Weinheim und Neuenburg aber auch aus anderen Unternehmen. Zudem waren UnterstützerInnen des Komitees „Solidarität gegen BR-Mobbing!“ und des Überbetrieblichen Solidaritätskomitees Rhein-Neckar anwesend.

Solidarität mit Wolfgang Schmid 1   Solidarität mit Wolfgang Schmid 2

Freudenberg will Kollege Schmid fristlos kündigen. Der Grund: Er hat im Juni 2019 gemeinsam mit anderen zum ersten Mal in der Holding-Gesellschaft die Wahl eines Betriebsrats durchgesetzt.

Weiterlesen: Betriebsratsmobbing bei Freudenberg & Co.

Solidaritaät mit Klaus WindhausIm Bezirk Münsterland wurde einem aktiven Gewerkschafter und Betriebsratsmitglied gekündigt. Klaus Windhaus versucht seit Jahren, einen Tarifvertrag in für Concentrix zu erreichen. Dies ist dem Arbeitgeber ein Dorn im Auge.

Bei Concentrix in Münster soll offensichtlich die gewerkschaftliche Bewegung unterdrückt werden. Nachdem bereits in der Vergangenheit mehrere Fälle offensichtlich wurden, indem gewerkschaftliche Rechte beschränkt wurden, erfolgt nun die Kündigung des Sprechers der ver.di-Aktiven mit Zustimmung des Betriebsausschusses.

Mit Beginn der Unterschriftensammlung für mehr Geld begannen die Repressalien gegen Aktive von ver.di.

Hier ist der Link zur Resolution, die online unterschrieben werden kann, und ein pdfFlyer zum Download.

Vielen Dank für eure Unterstützung!
Kollegiale Grüße
Nicole Endres
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
Landesbezirk Nordrhein-Westfalen

Verhandlung Verwaltungsgericht 2019-11-27

Gerechtigkeit hat gesiegt
Personalrat kann den Beschäftigten weiter zur Seite stehen!

Am 27. November 2019 tagte das Verwaltungsgericht in München in Sachen Sparkasse Regen-Viechtach gegen Margit Wittenzellner.

Der Dienststellenleiter Herr Josef Wagner, der Vorstandsvorsitzende der gleichnamigen Sparkasse, hat eine Klage auf Zustimmungsersetzungsverfahren für die Aussprache einer außerordentlichen Kündigung und die Klage auf Ausschluss aus dem Personalrat gegen die PR-Vorsitzende Margit Wittenzellner eingereicht. Diese beiden Sachverhalte kamen nun am 27.11. vor dem Verwaltungsgericht München zur Verhandlung.

Margit wurde von einigen Kolleg*innen aus dem Landkreis unterstützt, auch aus München waren einige PR-Mitglieder aus verschiedenen öffentlichen Kreditinstituten da und auch die LFB-Leiterin Finanzdienstleistungen ver.di Bayern Tina Scholze, hat den Sitzungen beigewohnt.

Weiterlesen: #einfach besser

Egetürk Informationenbitte unterschreiben!

Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten hat jetzt eine online-Petition „Sucuk mit fadem Beigeschmack“ initiiert und ein aktuelles Flugblatt auf türkisch und deutsch herausgebracht, dass sich auch an die Kunden des Wurstwarenherstellers richtet:

www.openpetition.de/petition/online/sucuk ...

Geschäftsführer weigert sich, mit der Gewerkschaft einen Tarifvertrag zu verhandeln.

Druck und Angst bei den Beschäftigten.

pdfEgetürk-Flugblatt

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

wie ihr gehört habt, hat der Arbeitgeber die Syncreon Deutschland GmbH vor, den 2ten Stellv. GBR Vorsitzenden Michael Lang wegen angeblicher Erpressung und Nötigung unseres Arbeitgebers im einstweilligen Verfügungsverfahren aus dem Betriebsrat auszuschliessen.

Das einstweillige Verfügungsverfahren vor dem Arbeitsgericht Hannover findet am 6. 8. 2019, um 09:30 Uhr im Saal 22 statt.

Er braucht unsere Solidarität und Unterstützung. Wir möchten Euch gerne bitten, aus diesem Grund eine Unterschriftenaktion gegen diese einstweillige Verfügung in euren Betrieben zu starten.

Weiterhin wünschen wir uns natürlich, dass Solidaritätserklärungen bei Michael Lang ankommen.

Solidaritätsschreiben bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

dürfen gerne Aufforderungen zur Einhaltung der Mitbestimmung gesendet werden.

Unterschriftenliste für Michael LangFür Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüssen / best regards

Rainer Reising

Konzernbetriebsratsvorsitzender syncreon International Group
Gesamtbetriebsratsvorsitzender syncreon Deutschland GmbH
Betriebsratsvorsitzender syncreon Deutschland GmbH Bremen
TÜV geprüfter betrieblicher Gesundheitsmanager BGM
TÜV geprüfter betrieblicher Eingliederrungsberater BEM
Steinbeisser geprüfte Fachkraft für Datenschutz und Datensicherheit

S y n c r e o n  –  supply chain synergy
Desk: +49 (0)421 485 20 - 1110 · Fax: +49 (0)421 485 20 – 1023 Mobil: +49 (0)151 650 665 61
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  · www.syncreon.com
Zum Panrepel 34–36 · 28307 Bremen · Germany

pdfUnterschriftenliste für Michael Lang

8. Juni 2020

(gk) Der Konflikt zwischen Kötter am Flughafen Düsseldorf und Özay Tarim ist beigelegt:

Der Sicherheitsdienstleister Kötter hat seine Berufungsklage gegen den seit vielen Jahren in der Luftsicherheit tätigen verdi-Gewerkschaftssekretär zurückgezogen. Work Watch hatte über die dahinterliegenden Konflikte – Druck auf Mitarbeiter*innen und Betriebsrat, Mobilisierung von Streikbrechern und eine Streikverbotsklausel in einigen Arbeitsverträgen – berichtet. Das ist ein wichtiger Erfolg in einer Branche, in der Geschäftsführungen häufig gegen Betriebsräte und ihre Arbeit mit unlauteren Mitteln vorgehen und gesetzliche Vorschriften zur Mitbestimmung mit Füßen treten.

www.work-watch.de/2020/06/flugsicherheit-koetter-gibt-auf/

Arbeitsgericht Gießen, Urteil vom 10.05.2019 - Az.:3 Ca 433/17 -

Fingierte Kündigungsgründe zur Entfernung von Betriebsratsmitgliedern begründen Entschädigungsansprüche

Karikatur Naujoks von Gabi WischnathStrategische Vorgehensweise der Arbeitgeberin und des Rechtsberaters stellen eine schwere Persön­lich­keits­rechtsverletzung dar. Detektiv legt „Methode Naujoks“ offen.

27.05.2019

Mit Urteil vom 10. Mai 2019 hatte das Arbeitsgericht Gießen darüber zu befinden, ob sich die Betreiberin eines Seniorenheims und deren Berater, Rechtsanwalt Helmut Naujoks, wegen Persönlichkeitsverletzung zu verantworten haben. Anlass für dieses Verfahren war die Klage der stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden des Seniorenheims auf Zahlung einer Entschädigung.

Beweisaufnahme brachte Licht ins Dunkel

Nach einer Beweisaufnahme sah es das Gericht als erwiesen an, dass die Betreiberin von Senioreneinrichtungen gemeinsam mit ihrem Anwalt Helmut Naujoks im Jahr 2012 ein Strategiekonzept zur Entfernung ihrer unliebsamen Betriebsratsmitglieder entwickelt hatte. Danach sollten eingeschleuste Lockspitzel die Betriebsratsmitglieder in Verruf bringen, Kündigungsgründe provozieren und erfinden. Ein als Zeuge vernommener Detektiv bestätigte den Vorwurf. Man habe, so der Zeuge, der Klägerin einen Verstoß gegen das betriebliche Alkoholverbot untergeschoben, um ihr fristlos kündigen zu können.

Auch habe es zur strategischen Umsetzung gehört, dass die Kollegin der Klägerin, die Betriebsratsvorsitzende, von zwei weiteren Detektiven durch Beschimpfen und Bespucken zu Tätlichkeiten provoziert werden sollte. Als diese sich nicht provozieren ließ, verletzte einer der Detektive den anderen und bezichtigte die Betriebsratsvorsitzende dieser Tätlichkeiten.

Weiterlesen: Arbeitsgericht bejaht Entschädigungsanspruch

4. Juni 2020

(gk) Der Konflikt zwischen Geschäftsführung des Sicherheitsdienstleisters Securitas und seinen 181 Beschäftigten am Köln-Bonner Flughafen eskaliert weiter. In die Verhandlungen um eine Betriebsvereinbarung zur Kurzarbeit vor einigen Wochen war die Geschäftsführung bereits mit fünf Anhörungen zu betriebsbedingten Kündigungen gestartet, die sie dem Betriebsrat vorlegte. „Die damalige Begründung lautete Corona-Krise“, so Özay Tarim von der Gewerkschaft ver.di. Absurd, denn eigentlich habe der Gesetzgeber die Kurzarbeit vorgesehen, um krisenbedingte Kündigungen zu vermeiden, so Tarim weiter.

„Jetzt spricht Securitas unmittelbar mit der einseitigen Erklärung des Scheiterns der Betriebsvereinbarung 17 neue betriebsbedingte Kündigungen aus“, berichet Tarim. Die Begründung sei diesmal eine andere: Angeblich ist es eine geplante Personalabbaumaßnahme aus 2019. „Erstaunlich ist hierbei, dass bisher weder die Belegschaft noch der Betriebsrat von dieser Abbaumaßnahme wussten“, so der Gewerkschafter. Noch auf der Betriebsversammlung im Februar 2020 habe die Geschäftsführerin für den Flughafen Köln/Bonn von Wachstumsprognosen berichtet, Anfang des Jahres seien Beschäftigte sogar entfristet worden.

Weiterlesen: Securitas: Kündigungen statt Kurzarbeits-BV

Beschäftigte kämpfen um Interessenvertretung im Betrieb

Betriebsräte als Interessenvertretung der Beschäftigten? Dies geht Aldi Süd offenbar zu weit. Wenn es schon einen Betriebsrat geben muss, dann kümmert sich die Geschäftsleitung augenscheinlich lieber selbst darum, dass alles „richtig“ läuft.

Die Unternehmensgruppe Aldi Süd ist laut eigenen Angaben gegliedert in dreißig Regionalgesellschaften, die jeweils von einem alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführer geleitet werden. Einer Regionalgesellschaft sind fünfzig bis siebzig Filialen zugeordnet. Die Regionalgesellschaften sind wiederum aufgeteilt in Verkaufsbezirke (Regionen) mit jeweils vier bis fünf Filialen und insgesamt ca. fünfzig Beschäftigten.

Aldi Süd ist bekannt als „betriebsratsfreie Zone“, als ein Unternehmen, das mit allen Mitteln versucht, betriebliche Interessenvertretungen der Beschäftigten zu verhindern. Ohne BR kann die Geschäftsleitung Entscheidungen über Arbeitsverdichtung, unbezahlte Überstunden oder das Heuern und Feuern von Personal ungestört umsetzen.

Im März 2018 aber gründete sich auf dem Gebiet der Regionalgesellschaft Langenfeld der erste Betriebsrat (BR) bei Aldi Süd in NRW überhaupt: In der zu Düsseldorf gehörenden Region „Stupplich“ – benannt nach dem zuständigen Regionalverkaufsleiter – hatten Kolleg*innen aus dem Verkauf hierfür die Initiative ergriffen und die Wahl erfolgreich durchgeführt.

Aldi ging damals nicht gegen die BR-Wahl vor. Das Gremium erhielt vielmehr das ihm zustehende Betriebsratsbüro, der Regionalverkaufsleiter nahm mehrfach an den Sitzungen teil. Die Wahl wurde rechtskräftig. Die anschließende Phase der Zusammenarbeit dauerte etwa ein halbes Jahr, in welcher das Unternehmen mit dem BR zusammenarbeitete – mehr schlecht als recht, aber immerhin. Als aber im September 2018 Beschäftigte aus der ebenfalls zu Düsseldorf gehörenden Region „Weiss“ sich anschickten, einen weiteren Betriebsrat zu gründen, sah die Geschäftsführung offenbar Handlungsbedarf.

Weiterlesen: ALDI SÜD