Pressemitteilung (mit der Bitte um Bekanntmachung und Berichterstattung):

Bundesweite Konferenz „Betriebsräte im Visier“ fordert konsequentes Handeln gegen BR-Mobbing

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Samstag, dem 15.10.2016, fand im Mannheimer Gewerkschaftshaus die 3. bundesweite Tagung „Betriebsräte im Visier” mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt. Auf der Konferenz wurde die Gewerkschafts- und Betriebsratsbekämpfung an aktuellen Beispielen dargestellt und dieser skandalöse Rechtsbruch von mehreren Seiten beleuchtet.

Anwesende Betriebsräte aus verschiedenen Branchen berichteten über schockierende Fälle des gegen sie gerichteten Mobbings durch Unternehmensleitungen. Sie stellten eine gewachsene Aggressivität gegenüber aktiven Mitgliedern von Interessenvertretungen fest. Dabei  spielten spezialisierte „Unrechtsanwälte” und „Beratungsfirmen” eine besondere Rolle. Mit sogenannten Verdachtskündigungen, mit Bespitzelung und Zersetzung des beruflichen und privaten Umfeldes würde gegen engagierte Betriebsräte vorgangen. In der Folge käme es bei Betroffenen zu schweren depressiven Erkrankungen und sogar zu Selbstmordversuchen. Auch würden existenzbedrohende finanzielle und familiäre Probleme entstehen.

Weiterlesen: Pressemitteilung des Komitee „Solidarität gegen BR-Mobbing!

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Klassenkampf von oben - Betriebsräte im Visier - Konferenz gegen BR-Mobbing

„Betriebsräte im Visier – Bossing, Mobbing Co.” bundesweite Konferenz am 15. 10. 2016 im Gewerkschaftshaus Mannheim

An der Konferenz werden vor allem von Bossing und Mobbing betroffene Betriebs- und Personalräte aus verschiedenen Branchen teilnehmen.

Die gewachsene Aggressivität gegenüber aktiven Mitgliedern von Interessenvertretungen ist ungebrochen. Unternehmen gingen und gehen mit rabiaten Methoden gegen Betriebsräte und aktive GewerkschafterInnen vor. Ziel ist nach wie vor die Ausschaltung der betroffenen Kolleginnen und Kollegen. Juristische Angriffe gegen gewerkschaftlich Aktive bis hin zur Verdachtskündigung und psychische Schädigung bis hin zur Zerstörung ihrer Persönlichkeit sind zwei Seiten ein- und derselben Medaille.

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Dritte bundesweite Konferenz diskutiert Phänomene von Bossing, Mobbing und Co. gegen Betriebsräte - Beratung von wirkungsvollen Gegenstrategien - Netzwerk aufbauen - Unterstützung der IG Metall

Plakat Betriebsraete im VisierAm Samstag, den 15. 10. 2016 fand nach 2014 und 2015 die dritte bundesweite Konferenz Gegen Betriebsrats-Mobbing „Betriebsräte im Visier Bossing, Mobbing & Co. - Was tun?” mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Mannheimer Gewerkschaftshaus statt.

Neben dem Erfahrungsaustausch von und mit betroffenen KollegInnen aus verschiedenen Branchen, Betrieben und Gewerkschaften stand diesmal die vertiefte Diskussion über Strategien der gewerkschaftlichen Gegenwehr im Mittelpunkt. Das gemeinsame Netzwerk zur Unterstützung gegen die aggressiven Handlungen von Arbeitgebern wird sukzessive weiter aufgebaut und reicht mittlerweile über das gesamte Bundesgebiet.

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»Angriffe werden koordinierter und professioneller«

Um aktive Betriebsräte loszuwerden, setzen Unternehmen auf Prozesse. Unterstützt werden sie von spezialisierten Kanzleien. Gespräch mit Wolfgang Alles

Interview: Johannes Supe

Von wegen Betriebsfrieden: Immer mehr Unternehmen gehen aggressiv gegen Arbeitervertretungen vor. Das Thema werden Sie am Wochenende auf der mittlerweile dritten Konferenz unter dem Namen »Betriebsräte im Visier« erörtern. Welche Methoden nutzen die Chefs, um unliebsame Beschäftigte loszuwerden?

Es werden rabiate Mittel eingesetzt, häufig holen sich Unternehmen Hilfe von entsprechenden Beratungsfirmen oder spezialisierten Anwaltskanzleien. Wo noch kein Betriebsrat besteht, wird versucht, seine Gründung zu verhindern. Wo bereits einer vorhanden ist, werden bisweilen regelrechte Drehbücher geschrieben, um ihn loszuwerden. Die Betriebsräte werden in ihrer Arbeit behindert, man enthält ihnen Informationen vor. Die aber sind die Grundlage für die Beschäftigtenvertretung. Die nächste Stufe besteht dann darin, einzelne, besonders aktive Betriebsräte zu attackieren. Man versucht, sie von der Belegschaft zu isolieren. In der Regel folgt eine ganze Reihe von Arbeitsgerichtsprozessen, oft durch verschiedene Instanzen. Die wirtschaftliche Existenz von Aktiven und von deren Familien soll vernichtet werden.

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Mobbing-Konferenz in Mannheim

Mobbing und Bossing von Betriebsräten und gewerkschaftlich Aktiven – die Liste der Skandale werde immer länger, stellen die Initiatoren der mittlerweile dritten bundes- und branchenweiten Mobbing-Konferenz am 15. Oktober fest.

Im Mannheimer Gewerkschaftshaus werden aktuelle Beispiele von Gewerkschafts- und Betriebsratsbekämpfung beleuchtet und Strategien unter anderem der IG Metall zur Gegenwehr diskutiert. Die Konferenz wird organisiert vom Mannheimer Komitee »Solidariät gegen BR-Mobbing«.

Berlin 18. 9. 2016

An die Presse

Pressemitteilung 3 vom Solidaritätskreis Felix Weitenhagen am 18. September 2016

Am 20. 9. 2016 beginnt der Prozess zwischen Felix Weitenhagen und Siemens mit einem Gütetermin. Felix Weitenhagen klagt auf die Entfernung der ersten beiden Abmahnungen aus seiner Personalakte, die seine Betriebsratsarbeit behindern.

In dem aktuellen Flugblatt des Solidaritätskreis „Weg mit den Abmahnungen gegen den Betriebsrat Felix Weitenhagen im Siemens Schaltwerk! Das freie Wochenende verteidigen!“ heißt es: „Felix Weitenhagen (Betriebsrat und aktiver IG Metaller im Siemens – Schaltwerk Berlin) erhielt innerhalb von 9 Monaten 5 Abmahnungen. Damit wird die Kündigung eines kämpferischen Betriebsrates der die Wochenendarbeit ablehnt vorbereitet. Damit soll die ganze Belegschaft eingeschüchtert werden. (...)

Weiterlesen: Solidaritätskreis Felix Weitenhagen

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28. Juni 2016

Zoff in Zirndorf

Darf eine Firma die Betriebsratswahl durch einen Sicherheitsdienst überwachen lassen? Ja, sagt der Hersteller der Playmobilfiguren – während die Gewerkschaft dem Unternehmen Wahlbeeinflussung vorwirft.

Normalweise grinsen Playmobilmännchen unerschütterlich. Doch beim Hersteller der Figuren, Geobra Brandstätter, herrscht gerade Zoff: Mitarbeiter des Unternehmens haben am Dienstag ihren neuen Betriebsrat gewählt – und wurden dabei im Auftrag der Geschäftsleitung von einem Sicherheitsdienst überwacht.

Während der Wahl seien im Wahllokal Zirndorf unangekündigt zwei Security-Männer aufgetaucht, außerdem vier weitere Personen, die sich als „Wahlbeobachter” ausgaben, zitiert der „Bayerische Rundfunk” Vertreter der IG Metall. Schon seit Beginn der Betriebsratswahlen sei es zu Störungen gekommen: Am Montag seien Beschäftigte in einem der Playmobil-Werke sogar fotografiert worden, heißt es in dem Bericht...
him/dpa

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